Care-Blog

Cool bleiben bei Sommerhitze
Tipps für den Pflegealltag an heißen Sommertagen.
Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen – der Sommer ist da! Doch mit der Wärme kommen auch Risiken. Vor allem für ältere Menschen und Pflegebedürftige kann große Hitze schnell zur Belastung werden. Sonnenstich und Hitzeschlag sind keine Bagatellen – sie können ernsthafte Folgen haben. Damit Sie den Sommer gut geschützt genießen können, haben wir die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.
Sonnenstich – wenn der Kopf überhitzt
Ein Sonnenstich entsteht durch direkte Sonne auf den ungeschützten Kopf. Die Hirnhäute reagieren gereizt, was zu unangenehmen Symptomen führen kann. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Personen mit lichtem Haar.
Typische Anzeichen Sonnenstich:
- heißer, roter Kopf
- Kopfschmerzen, Nackenschmerzen
- Schwindel, Übelkeit
- manchmal leichtes Fieber
- Lichtempfindlichkeit
Was hilft?
Raus aus der Sonne, in den Schatten oder einen kühlen Raum. Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern kühlen, lockere Kleidung tragen, viel trinken. Bei starker Übelkeit oder Fieber besser ärztlich abklären lassen.
Hitzeschlag – wenn der Körper kollabiert
Ein Hitzeschlag ist ein medizinischer Notfall! Er entsteht, wenn der Körper die eigene Temperatur nicht mehr regulieren kann – meist durch Überhitzung bei großer Anstrengung oder Flüssigkeitsmangel.
Warnzeichen Hitzeschlag:
- sehr hohe Körpertemperatur (über 40 °C)
- trockene, heiße Haut (kein Schwitzen!)
- schneller Puls, Kurzatmigkeit
- Verwirrtheit, Halluzinationen, Krämpfe
- Bewusstlosigkeit möglich
Sofort handeln:
- Notruf 112 wählen
- Betroffene Person an einen kühlen Ort bringen
- Kleidung öffnen, Beine leicht hochlagern
- Kühlen mit feuchten Tüchern an Stirn, Nacken, Achseln
- Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage und Atmung prüfen
- WICHTIG: Niemals trinken lassen, wenn die Person nicht bei vollem Bewusstsein ist!
Sonnenstich oder Hitzeschlag? – Die Unterschiede auf einen Blick
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Sonnenstich |
Hitzeschlag |
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|---|---|---|
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Ursache |
Zu lange Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken |
Überhitzung des gesamten Körpers (z.B durch Abstrengung) |
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Betroffene Stelle |
Vor allem Kopf und Hirnhäute |
Gesamter Körper, Kreislauf und Temperaturregelung |
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Symptome |
Heißer Kopf, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen |
Sehr hohe Körpertemperatur (>40 °C), keine Schweißbildung, Verwirrtheit, Krämpfe |
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Gefahr |
Unangenehm, aber meist nicht lebensbedrohlich |
Akuter Notfall – Lebensgefahr! |
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Maßnahmen |
In den Schatten, kühlen, viel trinken, beobachten |
Sofort Notruf 112 wählen, kühlen, Atmung überwachen |
Vorbeugung – mit ein paar Regeln sicher durch den Sommer
Gerade in der Pflege ist Vorbeugung entscheidend. So lassen sich viele hitzebedingte Probleme verhindern:
- Immer eine Kopfbedeckung tragen
- Mittagshitze meiden (11–15 Uhr)
- Ausreichend trinken – Wasser oder ungesüßter Tee
- Leichte, helle Kleidung tragen
- Anstrengung vermeiden – lieber morgens oder abends aktiv sein
- Schattenplätze und kühle Räume nutzen
- Pflegebedürftige nie allein in der Sonne lassen
Wer sich näher über ME/CFS informieren möchte, findet bei der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS eine Vielzahl an hilfreichen Fakten, Hintergründen und aktuellen Entwicklungen: Start — Deutsche Gesellschaft für ME/CFS
Für pflegende Angehörige besonders wichtig!
Manche Pflegebedürftige nehmen Hitze kaum wahr oder melden Beschwerden zu spät. Achten Sie aktiv auf:
- Flüssigkeitszufuhr
- Hitzeschutz (Kopfbedeckung, Kleidung)
- Ungewöhnliches Verhalten (z. B. Verwirrtheit, Schwäche)
- Symptome, die auf einen Sonnenstich oder Hitzeschlag hindeuten
Gut vorbereitet durch heiße Tage
Der Sommer soll Freude bringen – und das geht auch sicher. Wer die Unterschiede zwischen Sonnenstich und Hitzeschlag kennt, kann schneller reagieren und Risiken vermeiden. Bleiben Sie aufmerksam, achten Sie auf sich und Ihre Liebsten – und genießen Sie die sonnigen Tage mit einem kühlen Kopf.
Bleiben Sie gesund – und gut geschützt!